Was, wenn der Partner andersgläubig ist?

"Ökumenisch heiraten?"

Das Bild zeigt einen grünen und einen schwarzen Turnschuh

Unterschiede aufgrund verschiedener Konfessionen sind kein Hindernis - sondern eine Bereicherung.

Bild: Photocase / hellsheep

„In deiner Kirche oder in meiner Kirche?“ Wenn Partner zwei verschiedenen Konfessionen angehören, muss vieles ausgehandelt werden. Aber es gibt gute Möglichkeiten, dass beide zu ihrem Recht kommen.

Für manche konfessionsverbindende Paare steht von Anfang fest, dass sie nach katholischem oder evangelischem Ritus heiraten wollen. Wenn Sie sich aber nicht für eine rein katholische oder rein evangelische Trauung entscheiden können, ist eine "ökumenische Trauung" ein Kompromiss, der beide Konfessionen berücksichtigt.

Entscheidend ist das Kirchengebäude

Ganz ökumenisch ist auch diese Trauung nicht. Es handelt sich dabei immer um eine katholische Trauung mit Beteiligung eines evangelischen Pfarrers oder einer Pfarrerin beziehungsweise um eine evangelische Trauung mit Beteiligung eines katholischen Pfarrers – je nachder Hochzeitskirche, in der die Zeremonie stattfindet.

Kirchenrechtlich gilt eine Trauung als katholisch, wenn sie unter katholischer Federführung vollzogen wurde und entsprechend als evangelisch, wenn sie nachevangelischer Liturgie gefeiert wird.

Klingt kompliziert? Wenden Sie sich einfach zuerst an die Gemeinde, in deren Kirche Sie heiraten möchten. Der dortige Pfarrer hat die Hauptverantwortung für die Trauung und wird Ihnen erklären, welche Schritte einzuleiten sind. Sie können ihn auch bitten, den Geistlichen der anderen Konfession zu informieren.

Bei Partnern anderer Religionen

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Wenn ein Partner evangelisch ist und der andere keiner oder einer anderen Religion angehört, ist auf den Wunsch des evangelischen Partners ein Gottesdienst aus Anlass der Eheschließung möglich. Dabei wird jedoch vorausgesetzt, dass der nicht-christliche Partner die Form und Bedeutung dieses Gottesdienstes respektiert.


11.03.2014 / Anne Lüters