Hochzeit

Ablauf eines Traugottesdienstes

Ein Lebensbaum mit einem eingeritzten Herz

Bildet die Wurzel für den gemeinsamen Lebensbaum: der Traugottesdienst.

Bild: Photocase / marshi

Im Zentrum des Evangelischen Traugottesdienst steht der Zuspruch von Gottes Segen für das neu vermählte Paar.

In Liedern und Fürbitten wird Gottes Beistand und Hilfe für die Ehe erbeten und sein Segen auf das Paar herab gerufen. Die beiden stellen ihre Partnerschaft unter Gottes Schutz – darum sind mehrere Schriftworte zur Ehe feste Bestandteile des Gottesdienstes.

In einem Traugespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer hat sich das Paar auf diesen Tag vorbereitet, hat die Geschichte der Beziehung erzählt, sich einen Trauspruch herausgesucht und den Ablauf des Gottesdienstes mit dem Pfarrer besprochen.

Zu zweit vor dem Altar

Der Einzug der Brautleute in die Kirche ist ein besonders feierlicher Moment. Wie sie bei ihrer Taufe als Säuglinge hineingetragen wurden und als Konfirmand und Konfirmanden in der Gruppe eingezogen sind, so treten sie jetzt zu zweit vor den Altar – ein wichtiges Symbol.

Auch das Hereinführen der Braut durch ihren Vater hat symbolischen Gehalt. Es knüpft archaisch an die alte germanische Tradition der Übergabe der Braut von einer Familie in die andere an: Von nun an wird sie zu ihrem Mann gehören. Wenn ein Paar allerdings schon jahrelang zusammen gelebt hat, mag es sich fragen, ob diese Form der „Übergabe“ für seine Lebenssituation stimmig ist.

In der Kirche werden das Ehepaar und die Festgäste von der Pfarrerin oder dem Pfarrer begrüßt. Mit Liedern, Musik und Gebeten sammelt sich die Festgemeinde, wird sich der Gegenwart Gottes bewusst und dankt ihm für das Paar. Er hat diese Liebe angestiftet. Ohne seinen Segen könnte sie nicht leben.

Es folgt die eigentliche Trauung mit Schriftlesungen aus Altem und Neuem Testament, dem Trauversprechen (Interne Verlinkung Unterseite „Trauversprechen – Vorschläge) der Eheleute, dem Ringwechsel und dem Wichtigsten: dem Segen für die junge Ehe. Wünscht sich das Ehepaar ein gemeinsames Abendmahl, schließt dies jetzt an.

Mit Fürbitten, Vaterunser, dem Segen für die Festgemeinde und dem Auszug schließt der Gottesdienst.

Beteiligung erwünscht

Für den Gottesdienst gilt: Je mehr sich die Festgemeinde am Gottesdienst beteiligt, desto persönlicher und schöner wird der Gottesdienst. Gerade die Trauzeugen, die in der Evangelischen Kirche keine, können hier aktiv werden und damit dem Brautpaar ihre Verbundenheit zeigen.

Das Brautpaar kann Lieder, Bibeltexte - vor allem den Trauspruch (Interne Verlinkung Unterseite „Trauversprechen – Vorschläge) - und Gebete auswählen, die Gäste zu Beginn des Gottesdienstes selbst begrüßen. In Fürbitten und Musikstücke können sich Freunde und Verwandte im Gottesdienst einbringen. Sehr schön kann auch die Beteiligung der Eltern oder von Freunden bei der Segnung des Paares in der Trauung sein. Bitte besprechen Sie in jedem Fall so früh wie möglich Ihre Vorstellung mit Ihrer Pfarrerin, Ihrem Pfarrer.


11.03.2014 / Anne Lüters
drucken